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Anträge vor und nach der Geburt

Janine Engelhardt |
Bilder einer schwangeren Frau auf dem Feld

Ein Kind zu bekommen ist eine wunderschöne, aber auch aufregende, Zeit. Wenn du schwanger bist, wirst du schnell feststellen, dass ganz viel Papierkram auf dich wartet.

Welche Behördengänge und Anträge stehen an? Wo muss ich alles beantragen? Und vor allem wann

Wir zeigen dir in diesem Beitrag welche Dokumente du - vor und welche du nach der Geburt - benötigst um alle Anträge stellen zu können. Am Ende findest du eine kleine Checkliste.  

  1. Elternzeit beantragen
  2. Mutterschaftsgeld beantragen
  3. Geburtsurkunde beantragen
  4. Vaterschaft anerkennen lassen (bei unverheirateten Eltern)
  5. Elterngeld beantragen
  6. Kindergeld beantragen
  7. Baby krankenversichern
  8. Download Checkliste für deine Unterlagen

 

1. Elternzeit beantragen

Den Antrag für die Elternzeit musst du bei deinem/r Arbeitgeber*in stellen - dies muss mindestens 7 Wochen vor dem geplanten Beginn der Elternzeit erfolgen. Das heißt spätestens eine Woche nach der Geburt, da du die 8 Wochen nach der Geburt im Mutterschutz sein wirst. Wir empfehlen den Antrag bereits vor der Entbindung zu stellen, da du - wenn dein Schatz erstmal auf der Welt ist - wahrscheinlich nur noch Augen für ihn haben wirst. 😊

In dem Antrag vermerkst du für wie lange du Elternzeit nehmen möchtest. Du kannst deine Elternzeit später zwar verlängern - dein/e Arbeitgeber*in kann die Verlängerung jedoch ablehnen. In dem schriftlichen Antrag trägst du deinen geplanten Entbindungstermin ein. Vergiss nicht zu unterschrieben und eine schriftliche Bestätigung anzufordern. 

2. Mutterschaftsgeld beantragen 

Du bekommst von deiner Krankenkasse, 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt, Mutterschaftsgeld bezahlt. Bei Mehrlings- und Frühgeburten verlängert sich das Mutterschaftsgeld von acht auf zwölf Wochen ab dem Entbindungstag. Die Voraussetzung ist, dass du gesetzlich krankenversichert bist. Wenn du privat versichert bist, musst du den Antrag bei dem Bundesversicherungsamt stellen.

Du bekommst maximal 13 € pro Kalendertag von der Krankenkasse bezahlt - die Differenz bis zu deinem Nettogehalt wird von deinem Arbeitgeber aufgestockt.

Damit du den Antrag stellen kannst, benötigst du eine Bescheinigung von deinem/r Frauenarzt*in über den voraussichtlichen Entbindungstermin. Die Bescheinigung wird frühestens in der 33. Schwangerschaftswoche ausgestellt. Diese leitest du an deine Krankenkasse und an deinen Arbeitgeber weiter. Um das Mutterschaftsgeld auch für die 8 Wochen nach der Geburt zu erhalten, musst du nach der Entbindung noch die Geburtsurkunde nachreichen.

3. Geburtsurkunde beantragen

Manche Krankenhäuser übernehmen den Antrag für die Geburtsurkunde für dich. Du musst die Urkunde dann nur noch beim Standesamt des Geburtsortes abholen. Bitte beachte, dass dabei ca. 12 € anfallen (je nach Ort unterschiedlich). 

Falls das Krankenhaus das nicht für euch übernimmt (oder bei einer Hausgeburt), musst du die Geburtsurkunde selbst beim Standesamt des Geburtsortes innerhalb von 7 Tagen nach der Geburt beantragen.

Du benötigst hierfür folgende Unterlagen:

  • Personalausweise der Eltern
  • Heiratsurkunde oder die Vaterschaftsanerkennung
  • Geburtsbescheinigung vom Krankenhaus
  • ggf. Geburtsurkunde der Eltern 
    (rechtzeitig beantragen, falls ihr diese nicht vorliegen habt)

Die Geburtsurkunde braucht ihr später für den Antrag für das Kindergeld, das Elterngeld und das Mutterschaftsgeld für die 8 Wochen nach der Geburt. 

4. Vaterschaft anerkennen lassen (bei unverheirateten Eltern)

Wenn du und dein Partner nicht verheiratet seid, könnt ihr bereits vor der Geburt die Vaterschaft anerkennen lassen. Den Antrag könnt ihr beim Standesamt stellen.

Ihr benötigt hierfür folgende Unterlagen:

  • Personalausweise der Eltern 
  • Geburtsurkunden der Eltern 
  • Bescheinigung über den voraussichtlichen Entbindungstermin

Ihr könnt die Vaterschaft auch noch nach der Geburt anerkennen lassen. Hierzu benötigt ihr dann die Geburtsurkunde. 

5. Elterngeld beantragen 

Den Antrag für das Elterngeld kannst du direkt nach Erhalt der Geburtsurkunde stellen. Dies solltest du auch direkt tun, damit das Elterngeld rechtzeitig nach Ende des Mutterschutzes überwiesen wird. Da der Antrag der umfangreichste Antrag ist, solltest du ihn jedoch bereits vor der Geburt vorbereiten. In manchen Bundesländern (z. B. in Bayern) geht dies bereits online - falls es in deinem Bundesland noch nicht online geht, kannst du dir das Formular bei deiner zuständigen Elterngeldstelle downloaden. 

Du benötigst zusätzlich folgende Unterlagen:

  • Geburtsurkunde deines Kindes
  • Kopien der Personalausweise der Eltern 
  • Einkommensnachweise der letzten 12 Monate von deinem Arbeitgeber 
  • Letzter Steuerbescheid der Eltern 
  • Bescheinigung von der Krankenkasse über das Mutterschaftsgeld
  • Bescheinigung über den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld von deinem Arbeitgeber

Unter folgendem Link findet ihr eure zuständige Elterngeldstelle: https://familienportal.de *

6. Kindergeld beantragen 

Den Antrag für das Kindergeld kannst du auch bereits vor der Geburt vorbereiten - so musst du nach der Entbindung nur noch das Geburtsdatum und die Steueridendifikationsnummer ergänzen. Den Antrag stellst du bei der Familienkasse, dort kannst du auch das Formular downloaden. Der Antrag muss dann zusammen mit der Geburtsurkunde per Post gesendet werden.

Unter folgendem Link findet ihr eure zuständige Familienkasse („Thema: Kindergeld“ auswählen): https://familienportal.de *

7. Baby krankenversichern

Nach der Geburt muss dein Baby noch krankenversichert werden. Hierfür gibst du deiner Krankenkasse telefonisch kurz Bescheid, dass dein Kind auf der Welt ist. Die Unterlagen werden dir im Anschluss per Post zugesendet.

 

8. Die Checkliste für deine Unterlagen als Download

Unter dem folgenden Link kannst du dir unsere Checkliste natürlich völlig kostenlos und ohne Anmeldung einfach runterladen und ausdrucken.

>> Hier CHECKLISTE runterladen <<

 

*(wir übernehmen keine Garantie oder Haftung für den Inhalt/die Aktualität der externen Links)

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